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Die Bürgerschaftsfraktion der Lübecker Grünen hat den Planungsprozess für die Innenstadt
gelobt. Die Überlegungen gehen aus Sicht der Fraktion in die richtige Richtung.

Die Fraktionsvorsitzende Michelle Akyurt erklärt:

“Die Entwicklung gefällt uns hervorragend. Der Prozess als solcher ist professionell gestaltet
und auf Mitnahme ausgerichtet. Herzliches Dankeschön an Bausenatorin Joanna Hagen und
Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). Auch die Richtung der Vorschläge stimmt. Um die Lebens-und Aufenthaltsqualität zu steigern, wollen wir die Dominanz des motorisierten Verkehrs auf der Altstadtinsel zurückdrängen, ohne die Erreichbarkeit zu verschlechtern. Wir fordern dies seit Jahren und haben viele Menschen in der Stadt dabei auf unserer Seite. Diskussionsbedarf sehen wir noch beim Thema Busverkehr. Die volle Erreichbarkeit der Innenstadt mit guten Busverbindungen bleibt unser Ziel. Allerdings ist die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und das Festhalten an Busverbindungen für uns noch immer ein Widerspruch, der nicht überzeugend aufgelöst ist. Denn wo Busse fahren, bewegt sich niemand unbefangen. Da ist es dann nicht entscheidend, ob Busse als 3 oder alle 6 Minuten durchrauschen. Zudem müssen wir die Einbindung des Radverkehrs in das Konzept im Auge behalten. Stichworte: Anbindung des Radschnellwegs an die Innenstadt und Fahrradverleihsystem.”

Der Co-Fraktionsvorsitzende Bruno Hönel fordert eine zügige Umsetzung der Planung:
“Wir sehen die Ergebnisse und den deutlichen Ruf nach einer vom motorisierten
Individualverkehr freigehaltenen Altstadt als politischen Auftrag, den wir schnellstmöglich mit den notwendigen Beschlüssen umsetzen wollen. Die Altstadt soll nun noch mehr ein lebendiger Raum werden für alle Lübecker*innen. Es gilt also die Interessen von Besucher*innen aber eben auch der Anwohner*innen zu vereinen.

Nichtsdestotrotz darf die Diskussion über einen attraktiveren ÖPNV nicht bei der Beschäftigung mit der Altstadt aufhören. Wir müssen dafür sorgen, dass wir den öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Stadtgebiet ausbauen und gleichzeitig günstiger gestalten.

Dabei wollen wir die Anliegen aller Bürger*innen, ob jung oder alt, ob wohnhaft in Moisling,
Travemünde oder der Altstadt berücksichtigen.”
Arne-Matz Ramcke, baupolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt:
“Ein schönes Zeichen, dass alle Teilnehmer*innen sich im Ziel einig sind, dass sich die aktuelle Verkehrssituation und Mobilität in der Altstadt verändern muss. Jetzt gilt es eine gute und mehrheitsfähig Variante zu finden. Ich freue mich auf diesen Prozess und die dafür notwendigen Auseinandersetzungen.“

Abschließend die Vorsitzende des Sicherheits- und Umweltausschusses Silke Mählenhoff:
“Problematisiert wurde das Verhältnis von Anwohnerparkplätzen und ausgegebenen
Parkausweisen. Parkplätze könnten auf 50 % reduziert werden, dann aber auch nur 50 %
Ausweise. Das wird Diskussion mit Anwohnern bedeuten, die ggf. bereit sein müssen, längere Wege zum Stellplatz, ggf. nur im Parkhaus, in Kauf zu nehmen. Für den Standort Einzelhandel wurde eine Chance auch gegen die „grüne Wiese“ gesehen: durch Vielfalt, Umnutzung, Kreativität, Wohnen, Arbeiten und Kultur gemischt. Voraussetzung ist, dass die “grüne Wiese” auf Handel beschränkt bleibt, ohne Dienstleistungen.”